Nach 12 Stunden Flug, reichlicher Unterhaltung und 4 Stunden Aufenthalt in Dubai bin ich in Guangzhou gelandet. Während mein Sitznachbar Udo, 66 Jahre jung, Single und auf dem Weg in den Thailandurlaub sich auf der Suche nach einem Filmtitel in deutscher Sprache in der Bordunterhaltung zielsicher in das Satellitentelefon einwählte, wähnte ich mich mit dem Reis im Aluschälchen schon halb in China. Weit gefehlt. China kam noch. Und dann plötzlich: Baiyun International Airport.
Innen noch weitesgehend international, ist spätestens mit dem Ausgang des Flughafens sowohl sprachlich als auch kulturell die Grenze passiert. Schriftzeichen leuchten bunt und hinterlassen Zweifel in meinem Kopf – was mache ich hier eigentlich? Aber zu schnell ist ein überteuertes Taxi gefunden und zu groß sind die Wohntürme und Wolkenkratzer die sich rechts und links der Straße reihen, als dass für diese Frage jetzt noch Platz wäre: Guangzhou, da bin ich.
Nach einer kurzen Nacht im Hotel habe ich mich zusammen mit meinen Kommilitonen an die Anmeldung an der Sun Yat-Sen gemacht. Und es steht außer Frage, dass die Chinesen auch im Feld der Bürokratie Maßstäbe setzen wollen. Neben 20 Passbildern, drei Kopien des Reisepasses, 4 Stunden Zeit braucht man mindestens soviel Gelassenheit, um das Ergebnis zu ertragen: Man erhält am Ende ein Papier mit Stempel, die Anweisung zur medizinischen Untersuchungen und ein Formular mit weiteren Angaben zu benötigten Unterlagen. Großartig. Sogar die Quittung für die Passfotos ist mit aufgeführt.
Na da werde ich doch glatt neidisch! Also auf Udo ;-)
AntwortenLöschenDeine Nachricht aus China ist beruhigend! Alles Gute von uns!!
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