Ni hao,
geneigter Leser. Der Flug ist gebucht, das Visum im Pass und
die Tasche gepackt. Es kann losgehen.
Je mehr ich mir der Tatsache bewusst werde, dass das heute
Morgen wahrscheinlich für längere Zeit das letzte gute Käsebrot war, desto stärker
frage ich mich, was mich da vor zwölf Monaten geritten hat, als ich mich dafür
entschied, ein Auslandssemester an der Sun Yat-Sen Universität in Guangzhou zu
machen. Guangzhou, eine der größten Metropolen Chinas, gelegen zwischen Foshan,
Shenzen und Hongkong – zu Zeiten der Hunnenrede auch besser bekannt als
„Kanton“.
Wer möchte, der darf – nein – der ist eingeladen, mir in den nächsten fünf Monaten zu folgen; zu folgen in ein Land, das zwischen Verheißung und Widerspruch doch auch nur ein Land voller Menschen ist, die auch nur mit Wasser kochen. Wenn das bei dem chinesischen Essen hierzulande auch nicht immer ganz offensichtlich sein mag.
Wer möchte, der darf – nein – der ist eingeladen, mir in den nächsten fünf Monaten zu folgen; zu folgen in ein Land, das zwischen Verheißung und Widerspruch doch auch nur ein Land voller Menschen ist, die auch nur mit Wasser kochen. Wenn das bei dem chinesischen Essen hierzulande auch nicht immer ganz offensichtlich sein mag.
Aus der vollen Überzeugung heraus, dass weder das kulinarische Glutamatfeuerwerk, noch das eifrige wie regelmäßige Studium von Glückskekstexten einen umfassenden Einblick in die chinesische Kultur gewähren, breche ich nun auf. Mit Kohletabletten aber ohne Vorurteile. Begeistert? Definitiv.
Da ich mich leider nicht von allen persönlich verabschieden
konnte, an dieser Stelle vielleicht schon ein erstes chinesisches Idiom: „Gan
Bei“ – traditionell genutzt im Zusammenhang mit warmen Weißwein bzw.
Reisschnaps. Das Pendant zum deutschen Prost – wörtlich übersetzt: „lasst uns
das Glas trocknen“ – bringt die Sache auf den Punkt: Ich wünsche euch allen
alles Gute und werde mich in stetiger Unregelmäßigkeit hier zu Wort melden.
Bon Voyage, Käsebrot.
Euer
Julian
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