Viel einfacher als die Sprache fällt da die Gewöhnung an die chinesische Währung: Renminbi, Yuan oder Kuai – in jedem Fall fühlt man sich durch den offensichtlich sehr umfangreichen Gebrauch an Materialien und Farben stets wie bei Monopoly. Kurz zur Aufklärung: Der RMB ist als Ren Minbi (Währung des Volkes) der Name der Währung, während der Yuan der offizielle Name einer Einheit der Währung ist und der Kuai sein umgangssprachliches Pendant bildet.
Eine Einheit entspricht in etwa EUR 0.125 – und wer glaubt das kann man nicht mehr unterteilen, der irrt sich. Auch ein Yuan ist wiederum unterteilt in 100 Fen – wer nun kurz nachrechnet wird schnell feststellen, dass hier nur die Liebe zum Detail Vater des Gedankens gewesen sein konnte, da der Fen quasi das Blech bzw. das Papier nicht Wert ist, auf dem er gedruckt ist (bezahlt man den Taxifahrer, überfällt einen sogleich das Gefühl, die Miete für die Badstraße zu zahlen).
Noch lieber als in Deutschland zahlt man in China gleich alles bar. Ich kann nur vermuten, dass dies an der Stückelung der Scheine liegt – diese endet bei 100 Yuan. Jeder halbgroße Einkauf wird dabei quasi zum Ereignis und man fühlt sich nicht zuletzt aufgrund der dicken Bündel zumindest auf dem Weg vom Geldautomaten zur Kasse wie ein Großgrundbesitzer. So befindet sich auch in jedem Laden, der etwas auf sich hält, eine Banknotenzählmaschine (egal, ob man 3 oder 30 Scheine abgegeben hat, das Bündel wird hier auf jeden Fall mindestens zweimal durchgejagt).
Man täuscht sich allerdings, wenn man meint, dass man an der (ehemaligen?) Werksbank der Welt sogleich auch einen Fabrikverkauf findet, an dem man das vor Ort produzierte viel günstiger bekommen kann. Die Preise sind denen in Europa so ähnlich, dass man mit einem vermeintlich günstigen Einkauf gleichzeitig auch einen mindestens ebenbürtigen Verlust an Qualität erhält.
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